Dienstunfähigkeitsversicherung
Die Dienstunfähigkeitsversicherung (DU-Versicherung) ist der wichtigste Einkommensschutz für Polizisten. Sie zahlt eine monatliche Rente, wenn der Amtsarzt Dienstunfähigkeit feststellt und der Beamte in den Ruhestand versetzt oder aus dem Dienst entlassen wird. Im Gegensatz zur klassischen Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) enthält sie eine Dienstunfähigkeitsklausel, die den Versicherer an das Votum des Amtsarztes bindet. Für Polizisten im Vollzugsdienst kommt die spezielle DU-Klausel (Polizeivollzugsklausel) hinzu, die auch die besondere Polizeidienstunfähigkeit abdeckt.
Das Wichtigste in Kürze
Viele Polizisten werden im Laufe ihres Arbeitslebens dienstunfähig. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2023 rund18 % aller pensionierten Beamtenwegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt.
Polizisten auf Lebenszeit erhalten ein Ruhegehalt – das aber erst mit den Dienstjahren steigt (max. 71,75 %). Die DU-Versicherung ergänzt diese Lücke.
Polizeianwärter und Polizisten auf Probe werden bei Dienstunfähigkeit in der Regel entlassen und stehen ohne jede Absicherung da!
Achte auf eine echte Dienstunfähigkeitsklausel – nur sie bindet den Versicherer an das Amtsarzt-Votum ohne eigene Nachprüfung.
Testsieger 2025: Allianz, DBV und Signal Iduna bei der allgemeinen und speziellen DU-Klausel für Polizisten.
Die Dienstunfähigkeitsversicherung erklärt in 90 Sekunden
Was leistet eine Dienstunfähigkeitsversicherung?
Die Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten zahlt, wenn der Amtsarzt eine Dienstunfähigkeit feststellt. Sie sichert die Einkommenslücke zwischen dem (reduzierten) Ruhegehalt vom Staat und deinem bisherigen Nettoeinkommen ab. Dabei gilt der Grundsatz: Ein Polizist soll sich aufgrund einer Dienstunfähigkeit nicht finanziell verschlechtern müssen.
In der Praxis hat die DU-Versicherung einen zweistufigen Aufbau: einen Kurzläufer (Phase I) für die Dienstanfängerzeit ohne staatliche Versorgung und einen Langläufer (Phase II) für die spätere Beamtenlaufbahn. Beide Phasen werden als getrennte Verträge oder kombiniert abgeschlossen.
Kurzläufer und Langläufer – kurz erklärt
Der Kurzläufer sichert dich während der Ausbildung und Probezeit ab, wenn du als Beamter auf Widerruf (BaW) oder auf Probe (BaP) noch keinen Versorgungsanspruch hast. Er leistet typischerweise 1.000–1.500 EUR/Monat und läuft bis zur Verbeamtung auf Lebenszeit. Der Langläufer ergänzt dann die Versorgungslücke als Lebenszeitbeamter und läuft bis zum Ruhestand (62.–67. Lebensjahr).
Wann wird ein Polizist dienstunfähig?
Ein Polizist gilt als dienstunfähig, wenn er aufgrund seines körperlichen oder gesundheitlichen Zustands seinen Dienst nicht mehr ausüben kann. Bei Vollzugsbeamten gibt es eine Besonderheit: Bereits wenn die besonderen körperlichen und psychischen Anforderungen des Polizeivollzugsdienstes nicht mehr erfüllt werden können, liegt eine spezielle Polizeidienstunfähigkeit vor – auch wenn nach allgemeinen Massstäben noch Arbeitsfähigkeit bestünde.
Ein Polizist kann beispielsweise schon dann als polizeidienstunfähig gelten, wenn er aufgrund einer Verletzung seine Dienstwaffe nicht mehr sicher bedienen kann. Nach Massstäben der allgemeinen Berufsunfähigkeit könnte er aber noch im Innendienst arbeiten.
Daneben gibt es die Möglichkeit der Teildienstfähigkeit: Wenn die Arbeitszeit aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft reduziert werden muss. Gute DU-Tarife leisten bereits ab einer Reduktion von 20 %.
Häufige Gründe für eine Dienstunfähigkeit
Überproportional viele Polizisten werden im Laufe ihres Arbeitslebens dienstunfähig. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2023 von 57.600 neu pensionierten Beamten rund 18 % (ca. 10.368 Beamte) wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt. Das Durchschnittsalter lag bei nur 56 Jahren und 3 Monaten.
Die häufigsten Ursachen sind psychische Erkrankungen (Burnout, PTBS, Depression), Erkrankungen des Bewegungsapparats (Rücken, Knie, Schulter), Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Verletzungen im Einsatz. Gerade bei Polizisten kommen die besonderen Belastungen des Schichtdienstes, die Konfrontation mit Gewalt und Extremsituationen sowie das erhöhte Unfallrisiko im Außendienst hinzu.
DU-Klauseln: Worauf du achten musst
Die Dienstunfähigkeitsklausel ist das Herzstück deiner DU-Versicherung. Doch Klausel ist nicht gleich Klausel – und die Unterschiede entscheiden im Ernstfall über Tausende Euro pro Monat. Es gibt vier Typen, die du kennen solltest:
Klausel-Typ | So funktioniert sie | Empfehlung |
Echte DU-Klausel | Versicherer übernimmt das Amtsarzt-Votum ohne eigene Prüfung. Du wirst dienstunfähig → Versicherung zahlt. | Gold-Standard |
Fast echte DU-Klausel | Versicherer leistet nur, wenn DU ausschließlich aus medizinischen Gründen erfolgte. Bei organisatorischen Gründen: keine Leistung. | Vorsicht |
Unechte DU-Klausel | Versicherer prüft selbst nach eigenen Kriterien (meist 50 % BU). Amtsarzt-Votum ist nicht bindend. | Nicht empfohlen |
Spezielle DU-Klausel | Deckt die besondere Polizeidienstunfähigkeit ab – greift schon wenn Vollzugsanforderungen nicht mehr erfüllt werden. | Für Polizisten Pflicht |
Quelle: Analyse basierend auf Franke & Bornberg „Klausel-Klartext“ (2025) und Versicherungsbedingungen der getesteten Anbieter
Tipp: Klausel prüfen lassen
Viele Polizisten haben unwissentlich eine unechte oder fast echte DU-Klausel. In unserem ausführlichen Artikel Echte DU-Klausel: Der Gold-Standard für Polizisten erklären wir die Unterschiede im Detail – mit Praxisbeispielen, Vergleichstabellen und den Testsieger-Ergebnissen.
Wer wird wie geprüft? BaL, BaW und BaP im Vergleich
Viele Polizisten wissen nicht, dass eine DU-Versicherung je nach Beamtenstatus fundamental anders funktioniert. Der entscheidende Unterschied: Bei Beamten auf Lebenszeit greift ausschließlich die DU-Klausel. Bei Anwärtern und Probebeamten läuft der Schutz in zwei Phasen ab – und in Phase 2 kommt die BU-Klausel ins Spiel.
Beamte auf Lebenszeit (BaL) – die Hauptzielgruppe
Für Beamte auf Lebenszeit greift bei Dienstunfähigkeit ausschließlich die DU-Klausel (§ 2 Abs. 1 AVB + Polizeivollzugsklausel). Die BU-Leistungsschwelle (50 % oder 75 %) ist für sie strukturell irrelevant: Der Versicherer darf bei einer echten DU-Klausel keine eigene BU-Prüfung durchführen. Entscheidend ist allein das Votum des Amtsarztes und die Entscheidung des Dienstherrn.
Fazit: Du brauchst eine echte DU-Klausel – dann spielt der BU-Maßstab keine Rolle.
⚠ Beamte auf Widerruf (BaW) & Beamte auf Probe (BaP) – Zweiphasen-Logik
Für Anwärter und Probebeamte gilt ein zweistufiges System – weil sie nach einer DU-Entlassung ihren Beamtenstatus verlieren:
Phase 1: DU-Klausel greift 36 bis 72 Monate (je nach Anbieter)
Phase 2: BU-Klausel greift
Fazit:
Achte bei Anwärter-Tarifen auf eine möglichst lange Phase-1-Laufzeit (72 Monate > 36 Monate). Allianz, DBV und Signal Iduna bieten 72 Monate – mit echter DU-Klausel, die in Phase 1 bedingungslos zahlt.
Beamtenstatus | Phase 1 | Phase 2 (nach Schutzfrist) | BU-Schwelle relevant? |
Beamter auf Lebenszeit (BaL) | DU-Klausel (zeitlich unbegrenzt) | Entfällt - kein Statusverlust | Nein |
Beamter auf Probe (BaP) | DU-Klausel (36 oder 72 Monate) | BU-Prüfung nach 50 %-Maßstab | Ja - in Phase 2 |
Beamter auf Wiederruf (BaW) | DU-Klausel (36 oder 72 Monate) | BU-Prüfung nach 50 %-Maßstab | Ja - in Phase 2 |
Quelle: Analyse der AVB führender DU-Versicherer; eigene Auswertung polizei-versicherungen.de (2026)
Welche Dienstunfähigkeitsversicherung ist die Beste?
Eine berechtigte Frage – aber die Antwort ist: Nein, die „eine beste“ DU-Versicherung gibt es nicht. Es kommt immer auf deine persönliche Situation an. Hast du eine Vorerkrankung, kann es sein, dass nicht jeder Top-Tarif dich überhaupt versichert. Deshalb ist eine individuelle Beratung so wichtig.
Was es aber gibt, sind klare Qualitätskriterien, anhand derer sich Tarife objektiv vergleichen lassen. Das Analysehaus Franke & Bornberg hat in seinem „Klausel-Klartext“ die Versicherungsbedingungen aller relevanten Anbieter geprüft. Die wichtigsten Unterschiede:
- Die Dienstunfähigkeitsklausel – echt, fast echt oder unecht?
- Die Leistungsdauer bei Beamten auf Probe/Widerruf (Phase 1) – 36 oder 72 Monate?
- Das maximale Versicherungsalter – bis 62 oder 67?
- Abstrakte Verweisung – verzichtet der Versicherer darauf?
- Teildienstunfähigkeit – ab wann wird geleistet?
- Nachversicherungsgarantie – kann die Rente ohne Gesundheitsprüfung erhöht werden?
Testsieger 2026 Überblick: Unsere Bewertungen
Alle Anbieter wurden auf Basis ihrer Versicherungsbedingungen (AVB), der Einstufung durch Franke & Bornberg, der für Polizisten relevanten Klauseln sowie unserer Erfahrungen mit DU-Fällen bewertet
Signal Iduna
Empfehlung
Empfehlung
Warum du jetzt an deine DU-Versicherung denken solltest
Hast du schon mal über die Dienstunfähigkeitsversicherung nachgedacht? Wenn nicht, solltest du das jetzt tun. Denn: Je früher du abschließt, desto besser. Der Grund ist einfach: Dein aktueller Gesundheitszustand wird beim Abschluss festgehalten. Jede spätere Erkrankung oder Verletzung kann dazu führen, dass du Risikozuschläge zahlen musst oder bestimmte Vorerkrankungen ausgeschlossen werden.
Gerade als Polizist hast du ein höheres Risiko, dienstunfähig zu werden. Deshalb solltest du dich frühzeitig mit dem Thema auseinandersetzen und den optimalen Zeitpunkt nicht verpassen. Die Faustregel lautet: Schließe spätestens zu Beginn deiner Ausbildung ab – idealerweise sogar noch davor, solange du vollständig gesund bist.
Besonderer Schutz für Polizeianwärter
Polizeianwärter sind als Beamte auf Widerruf die am schlechtesten abgesicherte Gruppe im Beamtenrecht: Bei einer Dienstunfähigkeit werden sie in der Regel entlassen und erhalten 0 Euro vom Staat – kein Ruhegehalt, keine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung, keine Übergangsbeihilfe.
Auch Beamte auf Probe haben nur minimale Ansprüche. Erst mit der Verbeamtung auf Lebenszeit beginnt ein vollständiger Versorgungsanspruch – und selbst der liegt in den ersten Dienstjahren bei nur 35 % des letzten Gehalts.
Die Versorgungslücke für Dienstanfänger
Ohne DU-Versicherung stehst du als Polizeianwärter bei Dienstunfähigkeit vor dem finanziellen Nichts. Eine DU-Versicherung mit echter DU-Klausel und möglichst langer Leistungsdauer bei Entlassung (idealerweise bis zu 72 Monate) ist deshalb existenziell wichtig.
→Ausführlicher Ratgeber: DU-Versicherung für Polizeianwärter: Das musst du wissen (demnächst)
Wie hoch sollte deine DU-Rente sein?
Die Höhe deiner DU-Rente sollte sich an deiner persönlichen Versorgungslücke orientieren. Als Faustregel gilt: Mindestens 75 % deines Nettogehalts sollten im Fall einer Dienstunfähigkeit abgesichert sein. Für Polizeianwärter bedeutet das in der Regel eine DU-Rente von 1.000 bis 1.500 EUR monatlich (Kurzläufer), für Lebenszeitbeamte je nach Besoldungsgruppe 500 bis 1.500 EUR (Langläufer).
Rechenbeispiel
Polizeianwärter (mittlerer Dienst, Phase I): Gehalt (netto) ca. 1.000 EUR → Mindest-DU-Rente: 1.000 EUR/Monat
Beamter auf Lebenszeit (mittlerer Dienst, Phase II): Gehalt ca. 2.200 EUR netto, Ruhegehalt ca. 1.400 EUR → Versorgungslücke ca. 800 EUR → Mindest-DU-Rente: 800 EUR/Monat
Unterschied DU-Versicherung und BU-Versicherung
Die Basis einer DU-Versicherung ist in den meisten Fällen eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU). Der entscheidende Unterschied: Die DU-Versicherung enthält eine Dienstunfähigkeitsklausel, durch die sich der Versicherer dem Votum des Amtsarztes unterwirft. Ohne diese Klausel müsste der Beamte nach den BU-Kriterien des Versicherers (in der Regel mindestens 50 % Berufsunfähigkeit) geprüft werden – und das kann deutlich strenger ausfallen als die amtsärztliche DU-Feststellung.
Kurz gesagt: Jede DU-Versicherung ist eine BU – aber nicht jede BU ist eine DU. Ohne echte DU-Klausel hilft dir die beste BU-Police nichts, wenn der Amtsarzt dich für dienstunfähig erklärt und der Versicherer das anders sieht.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Wenn es um die Auswahl der Dienstunfähigkeitsversicherung geht, solltest du dir einen Profi suchen. Ein unabhängiger Versicherungsmakler mit Spezialisierung auf Beamte kennt die Fallstricke der einzelnen Tarife und kann dich neutral beraten – ohne Bindung an einen einzelnen Versicherer. Die wichtigsten Punkte, auf die du achten solltest: Echte DU-Klausel: Der Versicherer muss das Amtsarzt-Votum anerkennen. Alles andere ist riskant. → Mehr erfahren Spezielle DU-Klausel: Für Polizisten im Vollzugsdienst unverzichtbar – sie deckt die besondere Polizeidienstunfähigkeit ab. Leistungsdauer bei Entlassung: Mindestens 72 Monate für Beamte auf Probe/Widerruf. Kein Verweisungsrecht: Der Versicherer darf dich nicht auf einen anderen Beruf verweisen. Nachversicherungsgarantie: Die DU-Rente sollte ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhbar sein – zum Beispiel bei Beförderung, Heirat oder Geburt eines Kindes. Infektionsschutzklausel: Leistet bei behördlich angeordnetem Tätigkeitsverbot – bei den Top-Anbietern ohne Mehrpreis enthalten.Alle Themen im Überblick: Dein DU-Ratgeber
Wir bauen den umfassendsten Ratgeber zur Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten auf. Hier findest du alle Themen auf einen Blick – von den DU-Klauseln über Tarifvergleiche bis zu den Besonderheiten in deinem Bundesland.
DU-Klauseln verstehen
Tarifvergleiche & Tests
Zielgruppen & Berufsgruppen
- DU-Versicherung für Polizeianwärter (demnächst)
- DU-Versicherung für Bundespolizisten (demnächst)
- DU-Versicherung für Kriminalbeamte (demnächst)
- DU-Versicherung für Feuerwehrbeamte (demnächst)
Kosten & Finanzen
- Was kostet eine DU-Versicherung für Polizisten? (2026) (demnächst)
- Versorgungslücke bei Dienstunfähigkeit berechnen (demnächst)
- DU-Versicherung steuerlich absetzen (demnächst)
Grundlagen & Ratgeber
Gesundheit & Prävention
Häufig gestellte Fragen
Wann sollte ich eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen?
Grundsätzlich gilt: So früh wie möglich! Eine Dienstunfähigkeit kann plötzlich auftreten, und dann ist es zu spät für einen Abschluss. Idealerweise schließt du die DU-Versicherung zu Beginn deiner Polizeiausbildung ab – dann sind die Beiträge am niedrigsten und du kannst die Gesundheitsfragen mit einem sauberen Befund beantworten.
Wie viel zahlt eine Dienstunfähigkeitsversicherung?
Wie viel deine DU-Versicherung im Versicherungsfall zahlt, hängt von der vereinbarten DU-Rente ab. Diese legst du beim Abschluss selbst fest. Üblich sind 1.000 bis 1.500 EUR/Monat im Kurzläufer (Phase I) und 500 bis 1.500 EUR/Monat im Langläufer (Phase II). Die Gesamtsumme sollte mindestens 75 % deines aktuellen Nettogehalts abdecken.
Was sind Kurzläufer und Langläufer?
Hinter den Begriffen Kurzläufer und Langläufer verbirgt sich ein Zwei-Phasen-Modell, um die Versorgungslücke über die gesamte Beamtenlaufbahn optimal abzudecken. Der Kurzläufer (Phase I) sichert dich während der Ausbildung und Probezeit ab, wenn du noch keinen staatlichen Versorgungsanspruch hast. Der Langläufer (Phase II) ergänzt dann die Versorgungslücke als Lebenszeitbeamter bis zum Ruhestand.
Wie lange sollte meine Dienstunfähigkeitsversicherung laufen?
Idealerweise läuft die Versicherung bis zum Eintritt in den gesetzlichen Ruhestand, also bis zum 62. oder 67. Lebensjahr. Je nach Tarif und persönlicher Planung kann auch eine kürzere Laufzeit sinnvoll sein – etwa wenn du frühzeitig in Pension gehen möchtest. Wichtig: Je länger die Laufzeit, desto länger bist du geschützt.
Warum sind DU-Versicherungen für Polizisten teurer?
Das liegt am erhöhten Berufsrisiko: Polizisten im Vollzugsdienst tragen ein höheres Dienstunfähigkeitsrisiko als zum Beispiel Verwaltungsbeamte. Schichtdienst, körperliche Belastung, Konfrontation mit Gewalt und Einsatzrisiken erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Dienstunfähigkeit. Versicherer kalkulieren das in ihre Beiträge ein. Trotzdem lohnt sich der Vergleich – die Beitragsunterschiede zwischen den Anbietern können erheblich sein.
Was ist eine echte Dienstunfähigkeitsklausel?
Bei einer echten DU-Klausel übernimmt der Versicherer das Votum des Amtsarztes ohne eigene Nachprüfung. Stellt der Amtsarzt Dienstunfähigkeit fest, wird automatisch geleistet. Das ist der Gold-Standard für Beamte. → Ausführliche Erklärung: Echte DU-Klausel: Der Gold-Standard für Polizisten
Was passiert bei Dienstunfähigkeit als Polizeianwärter?
Als Beamter auf Widerruf wirst du bei Dienstunfähigkeit in der Regel entlassen – ohne Ruhegehalt, ohne Übergangsbeihilfe. Du stehst finanziell bei Null. Einziger Schutz: eine private DU-Versicherung mit echter DU-Klausel. → Alle Details: DU-Versicherung für Polizeianwärter (demnächst)